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29. Woche 2020

 

Denn der HERR hat Gefallen an Seinem Volk …

Psalm 149, 4

 

Als ich das kürzlich las, dachte ich: Wie kann das sein? Wie kann der heilige Gott Gefallen an Seinem heutigen Volk, der Gemeinde, haben? Er sieht doch, wie viel es da gibt, was so ganz anders ist, als es nach Seinem Wort sein sollte! Aber ganz offensichtlich ist es so – daran ist nicht zu rütteln.

 

Inzwischen habe ich eine dreifache Erklärung dafür gefunden:

 

Erstens sieht Er nicht nur die Fehler und Schwächen Seiner Gemeinde, sondern auch das Gute an ihr. Und das ist das, was Er an ihr getan hat. Sie besteht aus Menschen, die Er wiedergeboren hat und verändert hat. Die Ihn liebhaben und Ihm dienen. Die Er weiter positiv verändert. Die trotz all ihrer Schwachheit und Vergebungsbedürftigkeit gemeinsam sich von Ihm gebrauchen lassen, um Sein Reich zu bauen und Menschen für Ihn zu gewinnen.

 

Zweitens sieht Er Seine Gemeinde mit den Augen der Liebe. Man sagt oft, daß die Schönheit im Auge des Betrachters sieht, aber das stimmt nicht ganz: Sie liegt letztlich nicht im Auge, sondern im Herzen des Betrachters. Wir gefallen Ihm, weil Er uns unendlich liebt. Man wundert sich manchmal, was einem bestimmten Mann an seiner Braut so gefällt, obwohl sie nicht gerade eine Schönheit ist. Das macht die Liebe!

 

Die Gemeinde Jesu wird im Neuen Testament zumindest indirekt als Braut Jesu bezeichnet (2. Korinther 11, 1 – 2/ Offenbarung 19, 7 – 10). Für jeden Bräutigam, der seine Verlobte liebt, gibt es keine schönere Frau auf der Welt als sie. Er nimmt sie wahr mit den Augen der Liebe. Und so sieht der Herr Jesus Seine Gemeinde trotz all ihrer Fehler und Schwächen. So sieht Er auch Dich und mich, denn wir sind Teil dieser Gemeinde, und wir wissen nur allzu gut, wie weit wir immer noch von dem entfernt sind, wie wir als Kinder Gottes eigentlich sein sollten. Das demütigt uns, aber es ist auch Grund zu tiefer Dankbarkeit und großer Freude.

 

Der dritte Aspekt ist vielleicht der schönste und ermutigendste. Was wir Menschen sehen, ist immer nur eine Momentaufnahme. Wenn ich mich im Spiegel anschaue, nehme ich mich so wahr, wie ich jetzt in diesem Augenblick gerade bin – nicht, wie ich vor zehn Jahren aussah, und auch nicht, was mir der Spiegel in weiteren zehn Jahren zeigen wird, falls ich dann noch auf der Erde bin. Gott dagegen sieht uns auch schon vom Ziel her – Er hat bereits das Bild von uns vor Augen, das wir abgeben werden, wenn wir in der Ewigkeit bei Ihm sein werden, nämlich von allen Schwächen, Fehlern und Unvollkommenheiten befreit. So wird die Gemeinde Jesu bei der Hochzeit des Lammes sein: eine strahlend schöne, perfekte, absolut attraktive Braut.

 

Von Anfang an hat der Teufel versucht, alles zu zerstören, was Gott geschaffen hat. Das ist ihm nie gelungen, und das wird es auch nie – Gott sei Dank. Aber er hat es leider doch bewerkstelligt, z.B. der Schöpfung viel Schaden zuzufügen, allein schon durch den Sündenfall. Und all das, was an der Gemeinde Jesu derzeit bei weitem nicht so ist, wie es sich ihr Bräutigam wünscht, läßt sich nicht nur auf unsere Schwachheit und Sündhaftigkeit zurückführen, sondern auch auf die Verführungen Satans. Aber das wird nicht für immer so weitergehen. Seine Zeit wird ständig kürzer, und weil er das weiß, wütet er umso grimmiger. Deshalb sollten uns die zunehmenden Zeichen der Endzeit nicht entmutigen, sondern letztlich sogar erfreuen, weil sie bedeuten, daß der Tag mit Riesenschritten näher rückt, an dem der Herr Jesus Seine von Ihm so geliebte Braut zu sich in den Himmel heimholen wird.

 

Bis dahin hat Er trotz allem Gefallen an ihr. Ich weiß: Das ist trotz meiner Erklärungen manchmal schwer zu begreifen. Aber wahr ist es trotzdem.



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Detlev Fleischhammel

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Foto: snappygoat.com